SG Nordheim/Wattenheim 1948 e.V.
SG Nordheim/Wattenheim 1948 e.V.

"KSG 1948 e.V." Rückblick

KULTUR- u. SPORTGEMEINDE NORDHEIM 1948 e.V. – KSG

60 Jahre Kultur- und Sportgemeinde Nordheim
40 Jahre neue Sportanlage

Ein kurzer, daher unvollständiger Rückblick.

Die KSG gehört zu den jungen Vereinen, die kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges gegründet wurden. Es war eine entbehrungsreiche Zeit. Wer diese nicht miterlebt hat, wird sich nur schwer eine Vorstellung von der Situation machen können, und nur Bilder von Krisen- oder gar Kriegsgebieten im Fernsehen vermitteln Eindrücke von dem damals in Deutschland relevanten Geschehen.

In dieser Notlage rückten die Menschen zusammen, und viele junge suchten Lebensfreude, Kameradschaft, Zusammenhalt u.a. im Sport und fanden sie in der damals populärsten und von jedermann finanzierbaren Sportart, dem Fußball.

In Nordheim traf man sich öfter zum „Kicken“ auf dem Dreschplatz (heute Kinderspielplatz und Domizil der Freiwilligen Feuerwehr Nordheim) und diskutierte dabei auch das Für und Wider einer Vereinsgründung. Ein Fußballverein hatte hier in der Vorkriegszeit nur kurze Lebensdauer, er war in erster Linie an der fehlenden Verkehrsverbindung gescheitert.

Zur Gründung des Vereins im Frühjahr 1948 war der Saal im Gasthaus „ Zum Lamm“ (heute Schlecker) bis auf den letzten Platz besetzt. Kultur und Sport sollten Ziele des Vereins sein, was auch in seinem Namen zum Ausdruck kam.

 Erster Vorsitzender wurde Hans Müller.

Die KSG bekannt machen, das Interesse in der Bevölkerung für den Verein wecken, das war das Ziel der Verantwortlichen, und da dieses im Sport nicht von Heute auf Morgen erreicht werden konnte, wartete man mit einem echten Knüller auf kulturellem Gebiet auf. Kurz nach der Währungsreform veranstaltete der Verein auf dem Dreschplatz ein Sommernachtsfest mit einem bunten Programm, das einige hundert Gäste aus Nah und Fern anlockte und begeisterte. Initiator war Hans Müller, der mehrere Jahre in französischer Kriegsgefangenschaft zugebracht und im Lager an der Inszenierung kultureller Veranstaltungen mitgewirkt hatte. Für die Choreographien und das Einstudieren von drei Tänzen zeichnete Stephanie Polzer verantwortlich. Die breite Unterstützung kam aus den Reihen der Mitglieder. Die jungen Frauen und Mädchen gestalteten ihre farbenfrohen, viel bewunderten  Kostüme aus primitivsten Mitteln, und auch die imposante Bühne wurde buchstäblich aus dem Nichts gestaltet. Das Fest wurde ein voller Erfolg, daher  folgte 1949 unter Federführung von Hans Müller ein großes Gemeinschaftsfest aller Ortsvereine, das über zwei Tage gehende „Kuckucksfest“. Buntes Programm auch unter Mitwirkung der Schulkinder, Festzug durch die geschmückten Ortsstraßen, alle feierten mit. - Leider konnte es in der Aufmachung von 1949 aus finanziellen Gründen nicht fortgeführt werden.

Die KSG unterhielt in den folgenden Jahren mit Bunten Abenden und Theatervorstellungen, geblieben sind auf dem kulturellen Sektor leider nur die Kappenabende vor Fastnacht.

Vor der Gründung der KSG war man sich darüber im Klaren, dass ein Spielbetrieb nur gemeinsam mit Fußballspielern aus Wattenheim aufgenommen werden konnte. Daher waren in allen Mannschaften, die von der KSG gestellt wurden, hiesige Spieler, Akteure aus Wattenheim und bisweilen  bei den Senioren auch einzelne Sportler aus Hofheim und  Mannheim. Trikots, die viele Jahre zu Hause gewaschen wurden, stellte der Verein, für alles Weitere hatte jeder Spieler selbst zu sorgen, und Geld gab es ebenso wenig wie Dusch- und Umkleideräume.

Der Verein stellte jahrelang spielstarke Mannschaften, die sich in der Spitzengruppe der B- Klasse behaupteten. Zu Auswärtsspielen wurde eine Zeitlang mit einem LKW gefahren, der mit Holz betrieben wurde.

Oft musste der Kocher unterwegs mit neuem Holz befüllt werden, damit die Fahrt fortgesetzt werden konnte.

Auf die Jugendarbeit wurde von Beginn an großer Wert gelegt, und in Jakob Hamm und später Rolf Biebesheimer hatte die KSG engagierte Jugendbetreuer. Ein Tiefpunkt für den Fußballsport war1953, als die Seniorenteams vom Spielbetrieb abgemeldet werden mussten. Aber bereits 1954 konnte wieder eine Jugendmannschaft gemeldet werden. Hermann Bingel und Walter Kreider war es zu danken, dass der Verein die Krise überstand. 1956 wurde wieder ein kompletter Vorstand gewählt, an dessen Spitze bis 1973 Kurt Bocksnick stand.

Sorgenkind war der von drei Straßen begrenzte, in der Länge nur um zehn Meter, in der Breite um rd. 30 Meter zu kleine Sportplatz, der nach Regen und dem allgemeinen Anstieg des Grundwassers oft unbespielbar war. Myriaden von Schnaken wurden zur Plage für Spieler und Publikum.    

Bürgermeister Walter Glaser und die Verantwortlichen in der Gemeinde zeigten für den Wunsch der KSG – Führung, einen neuen Sportplatz zu bauen, Verständnis.

Der Gemeinderat beschloss am 20. März 1961 die Ausweisung des nötigen Geländes im Rahmen der Flurbereinigung. Da das Steueraufkommen Nordheims sehr gering war, musste sich die KSG im Voraus schriftlich verpflichten, einen großen Teil der Aufbauarbeiten zu übernehmen.

Jahrelang wurde auf die Zuteilung von öffentlichen Fördermitteln gewartet, schließlich ergriff die Gemeinde Nordheim die Initiative und ließ 1966 mit dem Bau beginnen. Am 2. Januar 1967 startete die KSG mit ihrer Eigenhilfe im Rohbau des Sporthauses und auf dem ganzen Gelände. Kameradschaft und die Bereitschaft zur Mitarbeit waren vorbildlich. Im Dezember 1967 nahm der Verein Abschied von seinem Vereinslokal „Hessischer Hof“ und bezog das Sporthaus. Auch danach wurden noch einige tausend Arbeitsstunden bis zur Einweihung am 22. Juni 1968 geleistet. Der Architekt bezifferte in seiner Ansprache die Eigenleistung der KSG mit 200 000 DM. Unter den geschaffenen Voraussetzungen blühte das Vereinsleben auf, und die Mannschaften der KSG spielten von der jüngsten Jugend- bis zur AH- Mannschaft mit Erfolg.

Dank Sponsor Klaus Gabel schafften die Senioren 1990 sogar den Aufstieg in die Landesliga, zwei Jahre später blieb das Geld aus, und es folgte der Abstieg in die C- Klasse.

In Folge des Angebotes vieler in Mode gekommener Sportarten schwand das Interesse am Fußballsport, führte zu einem Spielerrückgang, und da und dort kam es zur Bildung von Spielgemeinschaften zwischen benachbarten Clubs. So auch zwischen der KSG und dem 1976 gegründeten FC Boys Wattenheim. Den Anfang machten die Jugend und AH, es folgten die Senioren vor der Saison 2005/06. Jetzt spielt die 1.Mannschaft  in der A- Klasse, die Reserve in der D- Klasse und die Jugend in ihren Altersklassen.

Fazit eines Benefizspiels für den Kindergarten war eine spontan gebildete Damenelf, dieallerdings bald aus der Verbandsrunde wieder abgemeldet werden musste.

Das Jahr 1974 war für die Entwicklung der KSG von richtungweisender Bedeutung. 

Junge Frauen bildeten unter dem Dach des Vereins eine Gymnastikgruppe, der bald eine Kinderabteilung folgte. Der Zustrom zu beiden war groß, der benutzte ehemalige  Schulsaal im Erdgeschoss des Alten Rathauses war für einen Übungsbetrieb nur bedingt geeignet und zu klein. Es musste ein Aufnahmestopp verfügt werden.

Nach der Einweihung der Kultur- und Sporthalle im Winter 1986 nahm der Hallensport einen enormen Aufschwung. Das zweite Standbein des Vereins, wie man anfangs formulierte, hat längst den Fußballsport übertrumpft und sich zu dessen erstem entwickelt.

Zum Angebot der KSG gehören Eltern – Kind – Turnen, Kinderturnen, Kindertanz, Gymnastik für alle Altersgruppen, Stepp Aerobic, Jazztanz, Basketball, Tischtennis, Volleyball, Karate und Gesundheitssport.

Horst Bayer war Initiator der seit 1996 in der KSG eingeführten Herzsportgruppe, der später die Reha – Gruppe mit Sitz- und Rückengymnastik folgte. Qualifizierte Übungsleiterinnen leiten die Stunden.

Bedauert wird von den Verantwortlichen, dass leider die Vielzahl der Hallensportler nach Beendigung der aktiven Nutzung des Angebotes dem Verein den Rücken kehren. Schade, denn die KSG hebt nur einen geringen Beitrag und ist natürlich auf die Unterstützung vieler Mitglieder angewiesen.

In den 6 Jahrzehnten ist die Bevölkerung Nordheims stark angewachsen. Alle Ortsvereine laden Neubürgerinnen und Neubürger und natürlich auch die „Altbürger“ gemäß ihren persönlichen Interessen und Neigungen zum Mitwirken ein.

Bei der Gründung der KSG gaben viele Nordheimer ihr nur geringe Chancen. Sie hat aber überlebt! Möge sie immer weise Vorstände und viele engagierte Mitglieder haben, die den Verein weiter in eine gute Zukunft führen.

Die Vorsitzenden seit der Gründung : Hans Müller 1948 – 50 ; Kurt Bocksnick 1950 – 51; Johannes Pulch 1951 – 54; Hermann Bingel/Walter Kreider in Personalunion 1954 - 56; Kurt Bocksnick 1956 – 73; Ernst Wartusch 1973 - 82; Hans- Karl Schmidt 1982 - 84; Richard Kling 1984 - 89; Robert Höfle 1989 - 93; Ludwig Karb 1993 - 99; Holger Schmidt 1999 - 2005, Richard Kling 2005 - 15; Joachim Bormuth ab 2015.

Zum 01.07.2015 fusionierte die KSG mit dem Verein FC Boys Wattenheim und erhielt den neuen Namen

SG NoWa 1948 e.V.           Sportgemeinschaft Nordheim Wattenheim 1948 e.V

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